St.Galler Stadtigel gesucht

Etwas raschelt im Gebüsch. Beim Nachsehen ist…auch der Igel überrascht, duckt sich zuerst und trippelt dann schnell davon. Oder auf dem Heimweg vom Kino, plötzlich huscht eine kleine stachelige Kugel über die Straße…Igel, mitten in der Stadt.

Melden Sie Ihre Igel-Beobachtungen!

Sind Sie einem Igel in der Stadt St.Gallen begegnet? Ihre Beobachtungen interessieren uns! Helfen Sie mit, herauszufinden, wie es um die Igel in St.Gallen steht. Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Den Igeln auf der Spur…

Das Projekt "Igel gesucht" wurde in St.Gallen 2017 durchgeführt. Mit Freiwilligen, die uns dabei halfen, über die Stadt verteilt jeweils 10 Spurentunnel aufzustellen und diese während einer Woche täglich zu kontrollieren, wurde die Verbreitung der Igel von St.Gallen erfasst. Weitere Informationen zum Projekt und den Ergebnissen

 

Flyer "Igel gesucht"

Weitere Informationen zum Igel gewünscht? Klicken Sie hier.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

Der Igel – kleiner Fußgänger

Igel haben es gerne vielfältig: Sie schlafen im dichten Gebüsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf kurz geschnittenen Wiesen nach Schnecken, Würmern und Käfern. Naturnahe Innenhöfe, vielfältige Wiesen und Gärten mit verwilderten Ecken sind daher bei Igeln sehr beliebt.

Schon ein Absatz von 20 cm kann für die kleinen Fußgänger ein unüberwindbares Hindernis bedeuten. Die Stadt ist für Igel deshalb ein wahres Labyrinth, in dem sie sich jedoch dank ihres ausgezeichneten Ortsgedächtnisses gut zurechtfinden. Sie kennen die verschiedenen Durchschlüpfe wie Mauer- oder Zaunlücken genau und nutzen diese auf ihren nächtlichen Spaziergängen.

Wie steht es um unsere stacheligen Nachbarn?

In der Stadt Zürich wurde 1993 die Igelpopulation auf mehr als 2500 Tiere geschätzt. 20 Jahre später mehren sich die Hinweise, dass die Zürcher Igelpopulation rückläufig ist. Ein Trend, der sich mit Erfahrungen aus andern europäischen Ländern deckt. Vor allem die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Grünräume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Igel in St.Gallen steht!

Ihre Beobachtungen interessieren uns!     

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bevölkerung, wollen wir Wissenslücken über die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere in St.Gallen schließen. Aufgrund der dabei gewonnen Daten können Maßnahmen erarbeitet werden, um Igel im Siedlungsraum gezielt zu fördern. Haben Sie auf dem Nachhauseweg vom Kino oder auf dem nächtlichen Spaziergang durchs Quartier einen Igel gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Nächtliche Spaziergänge sichtbar machen

Zur Ergänzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bevölkerung wollen wir mit Hilfe von sogenannten Spurentunnel sichtbar machen, wo Igel während der Nacht unterwegs sind. Dafür werden über die ganze Stadt verteilt entlang von Hecken und Blumenbeeten in Privatgärten Spurentunnel aufgestellt. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterlässt er dank den im Tunnel ausgebrachten Farbstreifen und Papier seine Fussabdrücke. Auf diese Weise kann ein Nachweis für das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. Betreut werden die Spurentunnel von Freiwilligen, sowie Mitarbeitern des Projekts.

Freiwillige gesucht

Haben Sie Interesse, während einer Woche Ihren Garten für ein Spurentunnel zur Verfügung zu stellen oder sogar selbst ein Spurentunnel zu betreuen? Weitere Informationen finden Sie hier. Interesse? Melden Sie sich unter: igel@stadtwildtiere.ch.

Stadtfauna

Städte und Siedlungsgebiete beherbergen eine erstaunlich artenreiche Tierwelt. Das Stadtfauna-Buch zeigt rund 600 Arten, die in den letzten Jahren in mitteleuropäischen Städten beobachtet werden konnten, vom Süßwasserschwamm bis zur Nordfledermaus.