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Rehkitzbergung in Appenzell-Ausserhoden durch Patentjägerverein

, Katja Rauchenstein
Der Patentjägerverein Appenzell-Ausserrhoden konnte dieses Jahr mithilfe von Wärmebildkameras und Drohnen 120 Kitze sichern und 45 grössere Kitze aus der Wiese vertreiben, damit sie beim Mähen der Wiesen nicht getötet werden.

Der Patentjägerverein Appenzell-Ausserrhoden konnte dieses Jahr die Dienstleistung des Abfliegens von Heuwiesen vor dem Mähen nach Rehkitzen wieder allen Landwirten in Appenzell-Ausserrhoden anbieten.

Im Mai bis Juni bringt die Rehgeiss meist 2 Kitze zur Welt. Nach der Geburt verstecken sich die Kitze in der Vegetation. Dabei sind sie dank der guten Tarnung ihres gefleckten Fells, ihrem ruhigen Verhalten und dem anfänglich schwachen Eigengeruch für Raubtiere nur schwer wahrnehmbar. Das ist überlebenswichtig, da sie in den ersten Lebenswochen noch nicht mit ihrer Mutter fliehen können. 

Eine grosse Gefahr stellt jedoch das Mähen der Wiesen durch Landwirtschaftsmaschinen dar. Um Umfälle zu verhindern, sollten die Wiesen in den frühen Morgenstunden mit Wärmebildkameras abgeflogen werden, damit der Temperaturunterschied von kühleren Mähwiesen zu den körperwarmen Kitzen vorhanden ist. Dank des Temperaturunterschiedes können die Drohnen aus rund 60 m Höhe mit einer Wärmebildkamera die Kitze erkennen. So konnten in Appenzell-Ausserrhoden 120 Kitze gesichert und 45 grössere Kitze vertrieben werden. 

Die entdeckten Kitze werden dann je nach Situation in der Wiese oder am Waldrand am Schatten unter einem Harass gesichert, bis die Wiese gemäht ist. Nachdem Mähen wird der Harass ohne Berührung der Kitzen entfernt. Die Rehgeiss wird, wenn wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, zu den Kitzen zurückkehren und diese an einen sicheren Ort führen.

Schauen Sie sich gerne dazu das Video zur «Rehkitzrettung in Appenzell-Ausserrhoder» an: https://www.youtube.com/shorts/4bwwbQqp704

 

Artporträt

Capreolus capreolus