Montag, 1. September 2025 Es summt und brummt im Garten, Schmetterlinge, Igel, Mauereidechsen und Rotkehlchen sind geschäftig unterwegs. Mit der Aktion «5 Schritte zum wilden Lebensraum» soll die Bevölkerung ermutigt werden, die Natur im Garten zu fördern. Neu können neben Wildtierbeobachtungen auch Kleinstrukturen auf der Meldeplattform Wilde Nachbarn Solothurn gemeldet werden. Der Siedlungsraum bietet vielen Wildtieren einen passenden Lebensraum. So kommt der anpassungsfähige Fuchs bereits in vielen Städten vor. Igel sind heutzutage häufiger im Siedlungsraum anzutreffen als in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft. Ähnlich können auch spezialisierte Wildbienenarten in naturnahen Siedlungsräumen mit blütenreichen Gärten und Balkonen geeignete Lebensräume vorfinden, welche sonst rar sind. Knapp die Hälfte aller einheimischen Säugetiere kommen auch im Siedlungsraum vor. Die zunehmende Verdichtung und Versiegelung in urbanen Gebieten erschweren aber auch da den Wildtieren das Leben. Deshalb ist es umso wichtiger, jede mögliche Fläche so zu gestalten, dass sie einen Wert für die Natur bereithält. Kleinstrukturen fördern und melden Mit der Aktion «5 Schritte zum wilden Lebensraum» möchte Wilde Nachbarn Solothurn die Kleinstrukturen im Kanton fördern. Wildhecken mit einheimischen Sträuchern, Blumenwiesen oder Wildblumentöpfe, Asthaufen, Tagesschlafverstecke und Trockenstandorte sind alles Kleinstrukturen, welche eine grosse Wirkung auf die Artenvielfalt im Garten haben. Die neu geschaffenen Kleinstrukturen können auf solothurn.wildenachbarn.ch gemeldet werden, um andere für die Vielfältigkeit vor der Haustüre zu begeistern. Tipps, um diese Strukturen im eigenen Garten oder zum Teil auf dem Balkon zu schaffen, sind auf der Meldeplattform zu finden. So kann der Garten in eine wunderschöne und wertvolle Wildtier-Oase verwandelt werden. Eine breite Trägerschaft Wilde Nachbarn Solothurn ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedenster Akteure. In der Trägerschaft des Projekts sind der Kanton Solothurn (Amt für Raumplanung und Amt für Wald, Jagd und Fischerei), das Naturmuseum Solothurn, das Naturmuseum Olten, der WWF Solothurn, Pro Natura Solothurn und BirdLife Solothurn. Arten-Olympiade 2025 - Länderübergreifende Challenge in Deutschland, Österreich und d Es gibt neben der Plattform wildenachbarn.ch noch viele weitere Meldeplattformen für Naturbeobachtungen. Diese Plattformen sollen sich nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen sich gegenseitig. Eine Plattform, welche im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist, hat in diesem Jahr zu einer Challenge aufgerufen. Die Natur ist unglaublich reich und vielfältig. Direkt in unmittelbarer Umgebung wachsen hunderte Pflanzen- und Pilzarten, hier leben tausende Tierarten von Insekten, Spinnen, Weichtieren oder Würmern bis hin zu Vögeln und Säugetieren. Noch unglaublicher ist die Vielfalt im mikroskopischen Bereich. Die länderübergreifende Challenge will möglichst viele Naturinteressierte in Deutschland, Österreich und der Schweiz animieren die enorme Artenvielfalt um sie herum zu erfassen und ihre Beobachtungen bei Observation.org oder in der entsprechenden App zu melden. Alle Funddaten stehen für Forschung und Naturschutz zur Verfügung. Warum eine Arten-Olympiade? Forschung soll Spaß machen und so darf ein Wettbewerbscharakter nicht fehlen: Wer findet am meisten freilebende Tier- und Pflanzenarten? Diese Challenge läuft noch bis Ende Jahr und wurde durch das LWL-Museum von Naturkunde in Münster ins Leben gerufen und von verschiedenen Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, so auch vom Naturmuseum Solothurn, unterstützt. Links Link zur Aktionsseite: https://solothurn.wildenachbarn.ch/wilderLebensraum Bilder Die nachfolgenden Bilder stehen für den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zur Verfügung. Asthaufen sind eine einfache Möglichkeit, das Schnittgut naturfreundlich wiederzuverwenden, um Igel, Hermelin oder Amphibien zu fördern. © wildenachbarn.ch Eine Blumenwiese oder ein Wildblumentopf auf dem Balkon ist eine wertvolle Nektar- und Pollenquelle für Schmetterlinge und Wildbienen. © wildenachbarn.ch Trockenstandorte sind wichtige Lebensräume, wo wertvolle Wildstauden wie Natternkopf, Königskerzen oder Wiesensalbei wachsen können. © wildenachbarn.ch Eine Wildhecke bietet Nahrung, Versteck- und Nistmöglichkeiten für Vögel und viele andere Wildtiere. © Sabine Tschäppeler, Stadtgrün Bern