Bild © Willi Bührer / wildenachbarn.ch BiologieMensch & TierTippsGalerie Biologie Der Waldkauz ist die häufigste Eulenart der Schweiz und ein typischer Bewohner von Wäldern, Parkanlagen und alten Gärten. Als Standvogel bleibt er ganzjährig im selben Revier. Er ist nachtaktiv und jagt vor allem Kleinsäuger wie Mäuse, gelegentlich auch Vögel, Amphibien oder Insekten. Die Brutzeit beginnt früh – oft schon im Februar. Gebrütet wird in Baumhöhlen, alten Spechthöhlen oder Nistkästen. Waldkäuze sind ortstreu und nutzen Reviere über viele Jahre hinweg. Erkennungsmerkmale Kompakte, rundliche Eule mit grossem Kopf, dunklen Augen, ohne Federohren. Gefieder grau- oder braunmarmoriert mit guter Tarnung. Gesichtsschleier herzförmig. Gehört zu Eulen Masse Grösse: 37–43 cm, Flügelspannweite: 81–96 cm, Gewicht: 400–650 g Ähnliche Arten Verwechslungsgefahr mit der Waldohreule, die jedoch Federohren trägt und gelbe Augen hat. Der Raufusskauz istdeutlich kleiner und seltener. Aktivitätszeit Ganzjährig aktiv. Hauptaktivität nachts, vor allem während der Balz und Brutzeit von Januar bis Mai. Lebensraum Bevorzugt strukturreiche Laub- und Mischwälder mit alten Bäumen, aber auch Friedhöfe, Parks und grosse Gärten mit Baumhöhlen. In der Schweiz vom Flachland bis in mittlere Höhenlagen verbreitet. Mensch & Tier Gefahren Gefährdung durch Verlust alter Bäume mit Höhlen, Verkehrsunfälle und Störungen an Brutplätzen. Jungvögel gefährdet durch Nesträuber wie Marder. Fördermaßnahmen Erhalt alter Höhlenbäume, Anbringen grosser Eulennistkästen in ruhigen Waldgebieten oder Parks. Lichtverschmutzung reduzieren und störungsarme Rückzugsräume schaffen. Beobachtungstipps Der Waldkauz ist dämmerungs- und nachtaktiv – wer ihn sehen will, braucht Geduld und Glück. Seine typischen Rufe sind besonders im Spätwinter zu hören. Tagsüber versteckt er sich gut getarnt in Baumhöhlen oder dichtem Laubwerk. Ein vielversprechender Ort zur Beobachtung ist ein ruhiger, alter Park oder Wald mit Höhlenbäumen.