St.Galler Stadtigel gesucht

Etwas raschelt im Geb√ľsch. Beim Nachsehen ist‚Ķauch der Igel √ľberrascht, duckt sich zuerst und trippelt dann schnell davon. Oder auf dem Heimweg vom Kino, pl√∂tzlich huscht eine kleine stachelige Kugel √ľber die Stra√üe‚ĶIgel, mitten in der Stadt.

Melden Sie Ihre Igel-Beobachtungen!

Sind Sie einem Igel in der Stadt St.Gallen begegnet? Ihre Beobachtungen interessieren uns! Helfen Sie mit, herauszufinden, wie es um die Igel in St.Gallen steht. Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Den Igeln auf der Spur…

Möchten Sie sich aktiv am Projekt beteiligen? Wir suchen Freiwillige, die uns dabei helfen, während einer Woche ein Tunnel aufzustellen und dieses während der Woche täglich zu kontrollieren, sowie Personen, die in ihrem Garten während einer Woche ein Tunnel beherbergen möchten. Weitere Informationen.

Interesse? Melden Sie sich bei: igel@stadtwildtiere.ch

 

Flyer "Igel gesucht"

Weitere Informationen zum Igel gew√ľnscht? Klicken Sie hier.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

Der Igel ‚Äď kleiner Fu√üg√§nger

Igel haben es gerne vielf√§ltig: Sie schlafen im dichten Geb√ľsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf kurz geschnittenen Wiesen nach Schnecken, W√ľrmern und K√§fern. Naturnahe Innenh√∂fe, vielf√§ltige Wiesen und G√§rten mit verwilderten Ecken sind daher bei Igeln sehr beliebt.

Schon ein Absatz von 20 cm kann f√ľr die kleinen Fu√üg√§nger ein un√ľberwindbares Hindernis bedeuten. Die Stadt ist f√ľr Igel deshalb ein wahres Labyrinth, in dem sie sich jedoch dank ihres ausgezeichneten Ortsged√§chtnisses gut zurechtfinden. Sie kennen die verschiedenen Durchschl√ľpfe wie Mauer- oder Zaunl√ľcken genau und nutzen diese auf ihren n√§chtlichen Spazierg√§ngen.

Wie steht es um unsere stacheligen Nachbarn?

In der Stadt Z√ľrich wurde 1993 die Igelpopulation auf mehr als 2500 Tiere gesch√§tzt. 20 Jahre sp√§ter mehren sich die Hinweise, dass die Z√ľrcher Igelpopulation r√ľckl√§ufig ist. Ein Trend, der sich mit Erfahrungen aus andern europ√§ischen L√§ndern deckt. Vor allem die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Gr√ľnr√§ume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Igel in St.Gallen steht!

Ihre Beobachtungen interessieren uns!     

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bev√∂lkerung, wollen wir Wissensl√ľcken √ľber die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere in St.Gallen schlie√üen. Aufgrund der dabei gewonnen Daten k√∂nnen Ma√ünahmen erarbeitet werden, um Igel im Siedlungsraum gezielt zu f√∂rdern. Haben Sie auf dem Nachhauseweg vom Kino oder auf dem n√§chtlichen Spaziergang durchs Quartier einen Igel gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Nächtliche Spaziergänge sichtbar machen

Zur Erg√§nzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bev√∂lkerung wollen wir mit Hilfe von sogenannten Spurentunnel sichtbar machen, wo Igel w√§hrend der Nacht unterwegs sind. Daf√ľr werden √ľber die ganze Stadt verteilt entlang von Hecken und Blumenbeeten in Privatg√§rten Spurentunnel aufgestellt. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterl√§sst er dank den im Tunnel ausgebrachten Farbstreifen und Papier seine Fussabdr√ľcke. Auf diese Weise kann ein Nachweis f√ľr das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. Betreut werden die Spurentunnel von Freiwilligen, sowie Mitarbeitern des Projekts.

Freiwillige gesucht

Haben Sie Interesse, w√§hrend einer Woche Ihren Garten f√ľr ein Spurentunnel zur Verf√ľgung zu stellen oder sogar selbst ein Spurentunnel zu betreuen? Weitere Informationen finden Sie hier. Interesse? Melden Sie sich unter: igel@stadtwildtiere.ch.

Stadtfauna

St√§dte und Siedlungsgebiete beherbergen eine erstaunlich artenreiche Tierwelt. Das¬†Stadtfauna-Buch zeigt rund 600 Arten, die in den letzten Jahren in mitteleurop√§ischen St√§dten beobachtet werden konnten, vom S√ľ√üwasserschwamm bis zur Nordfledermaus.