Stadtigel gesucht

Igel sind typische Kulturfolger und von Gartenbesitzern gern gesehen. Es steht ¬†jedoch zu bef√ľrchten, dass es heute weit weniger Igel in Z√ľrich und anderen Schweizer St√§dten gibt als noch vor zwanzig Jahren. Das aktuelle Forschungsprojekt ‚ÄěIgel gesucht‚Äú im Rahmen des Projektes StadtWildTiere setzt auf die Mithilfe der Stadtbev√∂lkerung. Mit Beobachtungsmeldungen und gezielt eingesetzten Spurentunnel soll diese Entwicklung genauer untersucht werden.

Noch in den 1990er-Jahren konnten Igel in durchgr√ľnten Wohnquartieren von St√§dten und Agglomerationen der Schweiz h√§ufig nachgewiesen werden. Eine abnehmende Anzahl Beobachtungen aus j√ľngster Zeit l√§sst bef√ľrchten, dass heute weit weniger Igel in der Stadt Z√ľrich leben als vor zwanzig Jahren. Studien aus Grossbritannien zeigen gar einen R√ľckgang der Igelpopulationen von einem Drittel in den letzten zehn Jahren.

Citizen Science: mit der Bevölkerung Wissen schaffen

Im Mai 2016 hat der Verein StadtNatur das Citizen Science Projekt ‚ÄěIgel gesucht‚Äú gestartet. Zusammen mit der Z√ľrcher Stadtbev√∂lkerung will der Verein herausfinden, wie es wirklich um die st√§dtische Igelpopulation steht und ruft die Bev√∂lkerung dazu auf, noch bis im Oktober 2016 Igelbeobachtungen auf www.stadtwildtiere.ch zu melden. Bisher wurden rund 360 Sichtungen eingetragen. F√ľr ein repr√§sentatives Bild ist jede Beobachtung wichtig. Auf der Webseite kann auch abgefragt werden, wo bereits Beobachtungen von Igeln gemacht wurden und wie man seinen Garten oder die Umgebung der Siedlung igelfreundlich gestalten kann.

Mit Spurentunnel den Igeln auf der Spur

Im Projekt ‚ÄěIgel gesucht‚Äú helfen ausserdem Freiwillige mit, das Vorkommen von Igeln systematisch zu untersuchen. Mit der Methode der Spurentunnel soll der Nachweis f√ľr die Anwesenheit von Igeln in ausgew√§hlten Gebieten erbracht werden. Die Spurentunnel werden mit Farb- und Papierstreifen ausger√ľstet und in Privatg√§rten und Gr√ľnfl√§chen plaziert. Geht ein Igel durch einen solchen Spurentunnel, hinterl√§sst er seine Pfotenabdr√ľcke. So wird sichtbar, wo Igel unterwegs sind. Bisher helfen rund 40 Freiwillige im Projekt mit und leisten so einen wesentlichen Beitrag an die Erforschung der Igel.

Beobachtungsmeldeplattform stadtwildtiere.ch

Die Beobachtungsmeldeplattform stadtwildtiere.ch wurde vom Verein StadtNatur entwickelt. Erg√§nzend zur Webseite finden lokale Projekte neben Z√ľrich auch in den St√§dten Bern, St.Gallen, Winterthur und Wien statt. Es ist geplant, dass weitere St√§dte dazustossen. In Z√ľrich wird das Projekt vom Verein StadtNatur Z√ľrich durchgef√ľhrt und vom Z√ľrcher Tierschutz, Gr√ľn Stadt Z√ľrich und Vergabestiftungen unterst√ľtzt.

Medienmitteilung zum Herunterladen unten an der Seite.

F√ľr Ausk√ľnfte:

Dr. Sandra Gloor, Wildtierbiologin, Geschäftsstelle Verein StadtNatur, Telefon 079 749 20 21 sandra.gloor@stadtwildtiere.ch

Adrian Dietrich, Wildtierbiologe, Geschäftsstelle Verein StadtNatur,  Telefon 044 450 68 11
adrian.dietrich@stadtwildtiere.ch

Verein StadtNatur, Wuhrstrasse 12, 8003 Z√ľrich
info@stadtnatur.ch, www.stadtwildtiere.ch
www.facebook.com/stadtwildtiere

F√ľr Bilder

Diese Bilder stehen f√ľr den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zu Verf√ľgung.

© Fabio Bontadina / swild.ch

Abb. 1: Igel unterwegs in der Stadt.

© Fabio Bontadina / swild.ch

Abb. 2: Igel im Siedlungsraum.

¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Abb.3: Spurentunnel im Projekt ‚ÄěIgel gesucht‚Äú.

¬© Cornelia H√ľrzeler, stadtwildtiere.ch

Abb.4: Spurentunnel mit Igel, Fotofallenbild.

© Margrit Brunner-Huber, stadtwildtiere.ch

Abb.5: Spurenblatt mit Igelspur, aus dem Projekt ‚ÄěIgel gesucht‚Äú in der Stadt Z√ľrich.

¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Abb.6: Spurentunnel mit Steinmarder, Fotofallenbild.

¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Abb.7: Spurentunnel mit Katze, Fotofallenbild

¬© Cornelia H√ľrzeler / stadtwildtiere.ch

Abb.8: Spurentunnel mit Fuchs, Fotofallenbild

 

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